Belege je Marktplatz
Wer bei Alias, StockX, eBay, Kaufland und Amazon die Verkaufsrechnung und den Gebührenbeleg ausstellt, was du dafür tust und warum Sellaro es bei jedem Marktplatz anders macht.
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Bei jedem Verkauf über einen Marktplatz laufen zwei Leistungen: Du lieferst Ware, und der Marktplatz berechnet dir Gebühren für seine Dienstleistung. Jede Leistung braucht ihren eigenen Beleg, und wer ihn schreibt, hängt vom Marktplatz ab.
| Marktplatz | Verkaufsbeleg | Gebührenbeleg | Steuer auf die Gebühren |
|---|---|---|---|
| Alias | Alias selbst | Eigenbeleg von Sellaro | Reverse Charge |
| StockX | Sellaro, über die Aufschlüsselung | Eigenbeleg von Sellaro | Reverse Charge |
| eBay | Sellaro, an der Bestellung | Rechnung von eBay | 19 % Umsatzsteuer |
| Kaufland | Sellaro, an der Bestellung | Rechnung von Kaufland | 19 % Umsatzsteuer |
| Amazon | Keiner aus Sellaro | Keiner aus Sellaro | 19 % Umsatzsteuer |
Ausstellen, erfassen, Eigenbeleg: was ist der Unterschied?
- Ausstellen: Sellaro schreibt in deinem Namen eine neue Rechnung, zum Beispiel an einen eBay-Käufer.
- Erfassen: Der Marktplatz hat den Beleg schon geschrieben. Sellaro trägt dieses Original in Lexware ein und hängt die PDF an, ohne eine zweite Rechnung zu erzeugen.
- Eigenbeleg: Für manche Gebühren gibt es kein brauchbares Original. Dann schreibt Sellaro einen Buchungsbeleg über die Kosten, als deine Aufzeichnung der Ausgabe, nicht als Rechnung im Namen des Marktplatzes.
Dahinter steht eine Regel: Für jede Leistung gibt es genau einen Beleg. Eine zweite eigenständige Rechnung über denselben Verkauf kann eine zusätzliche Umsatzsteuerschuld auslösen (§ 14c UStG). Zwei Belege über dieselbe Gebühr würden sie doppelt als Ausgabe buchen.
Alias
- Verkaufsbeleg
- Alias selbst
- Gebührenbeleg
- Sellaro schreibt einen eigenen Beleg
- Steuer auf die Gebühren
- Reverse Charge: Auf dem Beleg steht keine Umsatzsteuer. Du meldest 19 % selbst an und ziehst sie meist gleich wieder ab.
- Sitz des Gebühren-Ausstellers
- Vereinigte Staaten
- Beleg, den du unter Gebührenrechnungen hochlädst
- VAT Summary
Bei Alias verkaufst du die Ware an Alias, genauer an die US-Firma 1661, Inc. Alias schreibt über diese Verkäufe jeden Monat eine oder mehrere VAT Summaries in deinem Namen. Eine VAT Summary ist deine Verkaufsrechnung, deshalb stellt Sellaro keine eigene aus.
Provision und Verkäufergebühr zieht Alias schon vom Preis ab, bevor die Summary entsteht. Ein Beispiel: Ein Paar geht für 263,00 USD weg. Alias zieht 8 % Provision (21,04 USD) und 5,00 USD Versand ab. Auf der Summary steht als Preis 236,96 USD, und darauf rechnet Alias die 19 % Umsatzsteuer. Weil die Provision schon im niedrigeren Preis steckt, bucht Sellaro sie nicht noch einmal als Ausgabe.
Was du tust: Lade jede VAT Summary als PDF bei Alias herunter und leg sie unter Gebührenrechnungen ab, auch wenn es in einem Monat mehrere sind. Sellaro prüft sie gegen die Erlöszeilen deines Alias-Kontos, erfasst sie in Lexware und verknüpft die Zeilen.
Was Sellaro selbst tut: Kosten, die Alias getrennt vom Verkauf abzieht, bekommen einen Eigenbeleg mit Alias als Lieferant: Auszahlungsgebühren, Versandversicherung, Lagergebühren und Stornopauschalen. Eine Auszahlungsgebühr fällt für die ganze Auszahlung an und hängt deshalb an ihr, nicht an einzelnen Verkäufen. Weil Alias dein Guthaben in US-Dollar führt, bucht Sellaro den Kursunterschied bei der Auszahlung als Kursergebnis (Was keine Marktplatzgebühr ist).
StockX
- Verkaufsbeleg
- Sellaro, nur automatisch über die Aufschlüsselung
- Gebührenbeleg
- Sellaro schreibt einen eigenen Beleg
- Steuer auf die Gebühren
- Reverse Charge: Auf dem Beleg steht keine Umsatzsteuer. Du meldest 19 % selbst an und ziehst sie meist gleich wieder ab.
- Sitz des Gebühren-Ausstellers
- Vereinigte Staaten
Bei StockX verkaufst du die Ware zum vollen Preis an StockX. Die Gebühren sind eine eigene Leistung, die StockX dir berechnet und mit der Auszahlung verrechnet. Deshalb gibt es eine Verkaufsrechnung über den vollen Preis und getrennte Eigenbelege über die Gebühren.
Ein Beispiel: Ein Paar geht für 152,00 € an StockX. StockX berechnet 12,16 € Provision und 4,56 € Zahlungsgebühr und zahlt dir 135,28 € aus. Die Rechnung lautet trotzdem über 152,00 €, die 16,72 € Gebühren stehen auf eigenen Belegen.
Die Rechnung: Sellaro stellt sie an StockX aus, denn StockX kauft dir die Ware ab. Sie entsteht nur über die Aufschlüsselung, die Verkauf und Gebühren trennt, automatisch je Bestellung, wenn das Kästchen Rechnungen angehakt ist (Welche Belege soll Sellaro erstellen?). Klickst du bei einer StockX-Bestellung auf Rechnung erstellen, lehnt Sellaro das mit Begründung ab.
Welche Steuer auf der Rechnung steht, leitet Sellaro aus dem Warenzielland ab (Rechnungsdaten prüfen). Liegt das StockX-Lager im Land deiner Firma, ist es eine Inlandslieferung mit Umsatzsteuer. Liegt es in einem anderen EU-Land, stellt Sellaro eine innergemeinschaftliche Lieferung ohne Umsatzsteuer aus und braucht dafür deine USt-IdNr. Als Kleinunternehmer bekommst du in beiden Fällen eine Rechnung ohne Steuerausweis.
Die Gebühren: Provision und Zahlungsgebühr bekommen einen Eigenbeleg, je Bestellung oder als Sammelbeleg je Monat, je nach deiner Wahl unter Aufwandsbelege bündeln. Lagergebühren für StockX Flex und Strafgebühren holt Sellaro getrennt nach: Eine Lagergebühr betrifft deinen Bestand statt eines Verkaufs und bekommt je Belastung einen eigenen Beleg. Eine Strafgebühr kann erst eintreffen, wenn der Gebührenbeleg der Bestellung schon steht.
Was du tust: Nichts hochladen. Die StockX-Belege entstehen aus den Daten, die Sellaro von StockX abruft.
StockX schreibt selbst eine Gutschrift
StockX erstellt über jeden Verkauf selbst eine Gutschrift in deinem Namen. Bei den geprüften Gutschriften war die Umsatzsteuer auf den Verkauf nicht richtig ausgewiesen. Sellaro übernimmt sie deshalb nicht als Beleg und stellt die eigene Rechnung aus. Für denselben Verkauf gibt es damit zwei Papiere, und die Verkäuferbedingungen von StockX untersagen eigene Rechnungen. Kläre mit deiner Steuerberatung, wie du damit umgehst.
eBay
- Verkaufsbeleg
- Sellaro, auf Knopfdruck an der Bestellung
- Gebührenbeleg
- eBay schickt eine Rechnung
- Steuer auf die Gebühren
- 19 % Umsatzsteuer stehen auf der Rechnung. Du ziehst sie als Vorsteuer ab.
- Sitz des Gebühren-Ausstellers
- Deutschland
- Beleg, den du unter Gebührenrechnungen hochlädst
- Gebührenrechnung (FNEU)
Bei eBay verkaufst du direkt an den Käufer. eBay, genauer die eBay GmbH in Deutschland, vermittelt den Verkauf und berechnet dir dafür Gebühren.
Die Rechnung an den Käufer erstellst du einzeln an der Bestellung mit Rechnung erstellen (Bestellungen). Der Grund ist die Steuer: Die Steuersätze hängen von den Positionen der einzelnen Bestellung ab, und eine festgeschriebene Rechnung lässt sich nur noch per Gutschrift oder Storno berichtigen. eBay nimmt keine Rechnungen von Sellaro entgegen, deshalb lädt Sellaro sie dort nicht hoch.
Die Gebühren stellt eBay selbst in Rechnung: eine Gebührenrechnung, deren Nummer mit FNEU beginnt, und bei Bedarf eine Korrektur, deren Nummer mit CREU beginnt. Beide weisen 19 % Umsatzsteuer aus, die Rechnung als Vorsteuer für dich, die Korrektur als deren Berichtigung. Lade sie in deinem eBay-Konto als PDF herunter und unter Gebührenrechnungen hoch. Sellaro bucht sie in Lexware, hängt die PDF an und verknüpft jede Gebührenzeile damit. Einen Eigenbeleg schreibt Sellaro für eBay nicht, weil dieselbe Gebühr sonst zweimal als Ausgabe in den Büchern stünde.
Versandetiketten, Auszahlungsgebühren, einbehaltene Steuern und Spenden rechnet eBay nicht auf der Gebührenrechnung ab, und Sellaro erwartet sie dort auch nicht.
Zuordnung: Deine Verkaufsrechnungen ordnet Lexware über seine eigenen Vorschläge den Kontozeilen zu; Sellaro greift da nicht zusätzlich ein. Hochgeladene Gebührenrechnungen verknüpft Sellaro beim Buchen selbst. Das gilt, solange Sellaro und nicht PayJoe die eBay-Abrechnung aufschlüsselt (Sellaro oder PayJoe).
Kaufland
- Verkaufsbeleg
- Sellaro, auf Knopfdruck an der Bestellung
- Gebührenbeleg
- Kaufland schickt eine Rechnung
- Steuer auf die Gebühren
- 19 % Umsatzsteuer stehen auf der Rechnung. Du ziehst sie als Vorsteuer ab.
- Sitz des Gebühren-Ausstellers
- Deutschland
- Beleg, den du unter Gebührenrechnungen hochlädst
- Gebührenrechnung
Wie bei eBay verkaufst du direkt an den Käufer, und Kaufland, genauer die Kaufland Marketplace GmbH in Deutschland, berechnet dir die Gebühren.
Die Rechnung an den Käufer erstellst du wie bei eBay einzeln an der Bestellung mit Rechnung erstellen, aus demselben Grund: Die Steuersätze hängen von den Positionen der einzelnen Bestellung ab. Sellaro lädt die Rechnung danach als PDF zur Bestellung bei Kaufland hoch. Liegt dort schon eine Rechnung, zum Beispiel aus einem anderen Programm, lädt Sellaro keine zweite hoch. Erstelle dann auch in Sellaro keine, denn eine zweite Rechnung über denselben Verkauf kann eine zusätzliche Steuerschuld auslösen.
Die Gebühren stellt Kaufland jeden Monat in einer Gebührenrechnung mit 19 % Umsatzsteuer in Rechnung. Du lädst sie unter Gebührenrechnungen hoch. Provisionen nennt Kaufland mit ihrer Bestellung, deshalb prüft Sellaro jede Position einzeln gegen ihre Kontozeile. Die monatliche Grundgebühr ordnet Sellaro über Monat und Betrag zu.
Eine Kaufland-Rechnung kann Geld in beide Richtungen enthalten: Provisionen, die Kaufland dir berechnet, und Provisionen, die es dir für stornierte Bestellungen zurückgibt. Lexware kann einem Ausgabebeleg keinen Geldeingang zuordnen. Sellaro legt deshalb zwei Belege mit derselben PDF an: eine Rechnung über die Gebühren unter der gedruckten Nummer und eine Gutschrift über die Erstattungen unter derselben Nummer mit dem Zusatz -STORNO. Das ist keine doppelte Buchung: Eine Rechnung über 740,51 € und eine Gutschrift über 178,24 € ergeben genau die gedruckte Summe von 562,27 €. Bricht die Buchung nach dem ersten Beleg ab, lädst du dieselbe Datei noch einmal hoch, und Sellaro holt nur den fehlenden nach.
Daneben schickt Kaufland manchmal einen Abrechnungsbeleg (Nummer beginnt mit C) über Gebühren für Bestellungen, die du storniert hast. Kaufland weist diese Gebühr darauf als nicht steuerbaren Schadensersatz aus, deshalb bucht Sellaro sie ohne Umsatzsteuer auf ein eigenes Konto. Auch diesen Beleg lädst du unter Gebührenrechnungen hoch.
Zuordnung: wie bei eBay.
Amazon
- Verkaufsbeleg
- Keiner aus Sellaro
- Gebührenbeleg
- Keiner aus Sellaro
- Steuer auf die Gebühren
- 19 % Umsatzsteuer stehen auf der Rechnung von Amazon. Diese Rechnung holt Sellaro nicht ab.
- Sitz des Gebühren-Ausstellers
- Deutschland
Für Amazon-Verkäufe entsteht in Sellaro kein Beleg:
- Keine Verkaufsrechnung: Amazon gibt Sellaro die Rechnungsdaten nicht (Rechnungsadresse, USt-IdNr. des Käufers, Steuerberechnung) und nimmt keine Rechnungen von Sellaro entgegen. Rechnungen für Amazon-Käufer erstellst du in Seller Central.
- Kein Gebührenbeleg: Die Verkäufergebühren stellt Amazon dir selbst in Rechnung. Sellaro bucht sie nicht.
- Keine Aufschlüsselung: Die Amazon-Abrechnung zerlegt Sellaro nicht in Kontozeilen. Das kann ein anderes System wie PayJoe übernehmen.
Der Bildschirm Amazon-Rechnungen hat mit Amazon-Verkäufen nichts zu tun. Dort liegen die Rechnungen über Waren, die du bei Amazon einkaufst.