Gewinn, Umsatz, ROI und Marge
Was Sellaro unter Verkaufsgewinn, Periodenergebnis, Umsatz, Marge und ROI versteht und welche Tage ein Zeitraum umfasst.
Auf dieser Seite
- Was ist der Verkaufsgewinn?
- Was ist das Periodenergebnis?
- Warum ist der Umsatz höher als meine Auszahlungen?
- Was bedeutet die Verkaufsmarge?
- Wie rechnet Sellaro den ROI?
- Warum zählen Verkäufe und Artikel verschieden?
- Wie sieht das in Zahlen aus?
- Was ist geschätzt, was gebucht?
- Welche Tage umfasst ein Zeitraum?
Dashboard und Statistiken zeigen Kennzahlen, die ähnlich klingen, aber Verschiedenes messen. Diese Seite erklärt, wie Sellaro jede davon berechnet.
Was ist der Verkaufsgewinn?
Der Verkaufsgewinn ist das, was ein einzelner Verkauf einbringt. Sellaro rechnet ihn beim Speichern:
- Privatkonto: Verkaufspreis minus Warenkosten.
- Geschäftskonto: Verkaufspreis ohne Umsatzsteuer minus Warenkosten. Bei Differenzbesteuerung zieht Sellaro statt der vollen Umsatzsteuer die Steuer auf die Marge ab.
- Verkäufe aus Marktplatzbestellungen: Zusätzlich sind die Gebühren des Marktplatzes schon abgezogen.
Die Warenkosten ergeben sich aus FIFO, siehe Warenkosten nach FIFO. Wie die Steuer auf die Marge entsteht, steht unter Differenzbesteuerung nach §25a.
In den Statistiken heißt diese Zahl mit Geschäftskonto Verkaufsgewinn, mit Privatkonto Profit.
Gebühren nicht doppelt abziehen
Marktplatzgebühren und die Kosten der verkauften Ware stecken schon im Verkaufsgewinn. Ziehst du sie in deiner eigenen Rechnung noch einmal ab, ist dein Gewinn zu niedrig.
Was ist das Periodenergebnis?
Das gebuchte Periodenergebnis ist, was in einem Zeitraum insgesamt übrig bleibt. Auf Dashboard und Statistiken heißt die Karte mit Geschäftskonto Gesamtgewinn und mit Privatkonto Profit. Im Web enthält sie zusätzlich die bekannten Schätzungen offener Bestellungen desselben Zeitraums und weist diesen Anteil darunter aus. In der iOS-App bleiben gebuchtes Ergebnis und Prognose getrennt.
Für das gebuchte Ergebnis rechnet Sellaro: Verkaufsgewinn plus sonstige Einnahmen, minus sonstige Ausgaben, minus Retourenkosten, minus Erstattungen, die du bei einer Retoure als Verlust abgeschlossen hast.
Einige Dinge fehlen darin bewusst:
- Einkäufe ziehst du nicht als Ausgabe ab. Verkaufte Stücke stecken schon als Warenkosten im Verkaufsgewinn, unverkaufte Stücke sind noch Bestand und kein Verlust.
- Kredite sind weder Einnahme noch Ausgabe, sondern geliehenes Geld.
- Umsatzsteuer ist kein Gewinn und keine Ausgabe, sie steht getrennt in der USt-Übersicht auf dem Dashboard.
Sonstige Einnahmen und Ausgaben zählen mit Privatkonto brutto, mit Geschäftskonto netto, sofern ein Nettobetrag erfasst ist. Wiederkehrende Buchungen zählen einmal je Fälligkeit, und nur bis heute. Mehr dazu unter Einnahmen und Ausgaben.
Die Karte Ausgaben in den Statistiken enthält sonstige Ausgaben, Retourenkosten und abgeschriebene Erstattungen zusammen, nicht deine Einkäufe.
Warum ist der Umsatz höher als meine Auszahlungen?
Umsatz ist, was deine Käufer bezahlt haben, nicht was bei dir ankommt. Die Differenz sind vor allem Marktplatzgebühren, und die zieht Sellaro im Verkaufsgewinn ab. Mit Geschäftskonto heißt die Karte Umsatz (Netto) und zeigt den Umsatz ohne Umsatzsteuer.
Verkäufe, die Sellaro automatisch aus Marktplatzbestellungen bucht, zählen erst zum gebuchten Umsatz und Gewinn, wenn ihre Abrechnung bestätigt ist. Vorher stehen die endgültigen Beträge noch nicht fest; eine bekannte Schätzung kann aber schon in der Web-Gewinnkarte stehen. Hast du einen Verkauf manuell übernommen, gilt sein gespeicherter Gewinn und wird nicht noch einmal als Prognose gezählt.
Was bedeutet die Verkaufsmarge?
Die Verkaufsmarge ist der Verkaufsgewinn geteilt durch den Umsatz, in Prozent: wie viel von jedem Euro Umsatz als Gewinn aus dem Verkauf bleibt. Sonstige Einnahmen, Ausgaben und Retourenkosten ändern sie nicht. Ohne Umsatz zeigt Sellaro keinen Wert.
Wie rechnet Sellaro den ROI?
ROI steht für „Return on Investment“, also wie viel Gewinn ein eingesetzter Euro bringt. Sellaro rechnet ihn je Einkauf: Verkaufsgewinn der Stücke aus diesem Einkauf, die im Zeitraum verkauft wurden, geteilt durch die Warenkosten genau dieser Stücke. Unverkaufte Stücke zählen nicht mit. Gebühren sind schon abgezogen, weil sie im Verkaufsgewinn stecken.
- Bester ROI in der Übersicht und Höchster ROI unter ROI-Analyse zeigen den höchsten ROI eines Einkaufs mit Verkäufen im Zeitraum, auch wenn noch Stücke übrig sind.
- Ø ROI berücksichtigt nur abgeschlossene Einkäufe: Einkäufe mit Verkäufen im Zeitraum, deren Stücke bis zum Ende des Zeitraums alle verkauft oder retourniert sind.
- Der Ø ROI ist kostengewichtet: Sellaro teilt die Summe der Gewinne durch die Summe der Kosten. Ein Einkauf für 20 € zählt dadurch weniger als einer für 200 €.
Die Karte Gesamtgewinn unter ROI-Analyse zeigt den Verkaufsgewinn aus abgeschlossenen Einkäufen. Sie ist nicht das Periodenergebnis, auch wenn sie so heißt wie die Karte oben.
Warum zählen Verkäufe und Artikel verschieden?
Verkäufe zählt Verkaufspositionen, Artikel zählt Stücke. Ein Verkauf mit einer Position über drei Paar ergibt einen Verkauf und drei Artikel. Ein Verkaufsbeleg mit zwei Positionen ergibt zwei Verkäufe.
Durchschnitte wie „Ø pro Verkauf“ teilen durch die Verkäufe, nicht durch die Stücke. Verkäufe aus Marktplatzbestellungen zählen schon als Verkauf, bevor ihre Abrechnung bestätigt ist, ihr Geld aber noch nicht. Der Durchschnitt kann deshalb zeitweise niedriger ausfallen.
Wie sieht das in Zahlen aus?
Ein Privatkonto im September 2026, beide Einkäufe sind vollständig verkauft:
- Einkauf 1: ein Paar für 20 €. Du verkaufst es von Hand für 60 €, Gewinn 40 €.
- Einkauf 2: zwei Paar für zusammen 200 €. Du verkaufst beide in einer Marktplatzbestellung für 300 €. Der Marktplatz behält 36 € Gebühren, dir werden 264 € ausgezahlt. Gewinn: 300 € minus 36 € minus 200 € ergibt 64 €.
- Dazu kommen 20 € für ein Software-Abo als sonstige Ausgabe und 6 € Rücksendekosten einer Retoure.
| Kennzahl | Rechnung | Wert |
|---|---|---|
| Umsatz | 60 € + 300 € | 360 € |
| Auszahlungen (zum Vergleich) | 60 € + 264 € | 324 € |
| Verkaufsgewinn | 40 € + 64 € | 104 € |
| Verkäufe | zwei Positionen | 2 |
| Artikel | 1 Stück + 2 Stück | 3 |
| Verkaufsmarge | 104 € ÷ 360 € | 28,9 % |
| Ausgaben | 20 € + 6 € | 26 € |
| Periodenergebnis | 104 € minus 26 € | 78 € |
| ROI Einkauf 1 | 40 € ÷ 20 € | 200 % |
| ROI Einkauf 2 | 64 € ÷ 200 € | 32 % |
| Ø ROI | 104 € ÷ 220 € | 47,3 % |
Ein einfacher Durchschnitt der beiden ROI-Werte ergäbe 116 % und würde den Einkauf über 20 € so stark zählen wie den über 200 €. Der Ø ROI von 47,3 % zeigt, was dein gesamtes eingesetztes Geld gebracht hat.
Was ist geschätzt, was gebucht?
Gebucht sind gespeicherte Verkäufe mit ihrem berechneten Gewinn. Nur sie fließen in Umsatz, Steuer, Margen und Diagramme. Daneben zeigt Sellaro drei Schätzungen:
- Geschätzter Gewinn im Verkaufsdialog ist die Vorschau vor dem Speichern. Den endgültigen Gewinn rechnet Sellaro beim Speichern.
- Noch nicht erhaltener Gewinn offener Bestellungen von Kaufland und Alias, deren Gewinn noch nicht gebucht ist: erwartete Auszahlung nach Steuern minus Warenkosten nach FIFO, ohne weitere Ausgaben. Die Gewinnkarte auf Dashboard und Statistiken im Web rechnet ihn für Bestellungen mit Bestelldatum im gewählten Zeitraum ein und nennt ihn darunter mit „davon noch nicht erhalten“. Die iOS-App zeigt diese Prognose weiterhin getrennt vom gebuchten Gewinn. Umsatz, Steuer, Margen und Diagramme enthalten sie nicht. Bestellungen, für die Sellaro noch nicht alle Angaben hat, stehen als Anzahl und zählen nicht als 0 €.
- Gewinn offener Verkäufe in der Verkaufsliste: Marktplatzverkäufe, deren Abrechnung noch nicht bestätigt ist, mit dem geschätzten Gewinn, der auch in ihrer Zeile steht. Im Web zeigt die Liste neben dem gebuchten Gewinn die Zahl Inkl. offener Verkäufe für dieselben Filter. Umsatz und Marge der Liste bleiben gebucht. Verkäufe ohne Schätzung stehen als Anzahl und zählen nicht als 0 €.
Welche Tage umfasst ein Zeitraum?
Sellaro rechnet mit Kalendertagen in deutscher Zeit. Ein Verkauf zählt zum Tag seines Verkaufsdatums, eine Ausgabe zu ihrem Datum.
- Statistiken starten mit Dieses Jahr: vom 1. Januar bis zum 31. Dezember des laufenden Jahres, nicht die letzten zwölf Monate.
- Monat, Quartal und Jahr umfassen immer den ganzen Kalenderzeitraum.
- Woche läuft von Montag bis heute.
- 30 Tage umfasst genau 30 Kalendertage bis einschließlich heute. Ist heute der 30. September, zählt der Zeitraum vom 1. bis zum 30. September. Für 90 Tage gilt dasselbe mit 90 Tagen.
- Alle hat keine Untergrenze.
- Auf dem Dashboard zeigt die Gewinnkarte standardmäßig Diesen Monat, und zwar bis zum jetzigen Zeitpunkt. Mehr dazu unter Dashboard.
Der ROI eines Zeitraums kann auch ältere Einkäufe enthalten. Entscheidend ist, dass ihre Stücke im Zeitraum verkauft wurden, nicht wann du sie gekauft hast.