Einstellungen
Wo jede Einstellung in Sellaro liegt und welche davon Gewinn, Bestand und Belege verändern.
Auf dieser Seite
- Wo finde ich welche Einstellung?
- Privat oder Gewerblich?
- Welches Geschäftsland wählst du?
- Wann schaltest du die Differenzbesteuerung ein?
- Wann brauchst du One Stop Shop (OSS)?
- Woher kommen deine Rechnungsdaten?
- Was bewirkt Wareneingang nutzen?
- Verkäufe vor der Ankunft verhindern
- Einen Zeitraum für Änderungen sperren
- Dashboard anpassen
- Einrichtung wiederholen
Die Einstellungen öffnest du über das Kontomenü unten in der Seitenleiste. Diese Seite zeigt, wo was liegt, und erklärt genauer die Einstellungen, die deine Zahlen verändern.
Schalter und Auswahlfelder speichern sofort, oben erscheint dann Gespeichert. Formulare wie das Profil, eine Adresse oder die Rechnungstexte übernimmst du erst mit ihrem eigenen Knopf zum Speichern.
Wo finde ich welche Einstellung?
| Bereich | Was du dort festlegst | Mehr dazu |
|---|---|---|
| Profil | Name, Profilbild, Zugang zur Kontosicherheit | Konto und Sicherheit |
| Darstellung | Produktbilder, Seitenleiste, Karten auf dem Dashboard | Dashboard anpassen |
| Schnittstellen | Verbindungen zu Marktplätzen, Amazon als Einkaufsquelle, Versanddiensten, Lexware und PayJoe | Marktplätze verbinden |
| Geschäft | Privat oder Gewerblich, Steuer, Rechnungsdaten | diese Seite |
| Adressen | Absender und Retourenadresse | Versand |
| Plattformen | Shops, in denen du einkaufst und verkaufst | Stammdaten |
| Zahlungsmethoden | Zahlungsarten für deine Einkäufe | Stammdaten |
| Lagerorte | Wo deine Ware liegt, Standardlager | Stammdaten |
| Bestellzuordnung | Ab welchem Datum Sellaro Marktplatzbestellungen zuordnet und ob daraus von selbst Verkäufe werden | Verkäufe aus Bestellungen |
| Versand & Etiketten | Druckformat der Labels für DHL, DPD und Deutsche Post, zum Beispiel A6 für einen Etikettendrucker | Versand |
| Rechnungstexte | Einleitung, Schlusstext und Zahlungsbedingung der Rechnungen, die Sellaro über Lexware ausstellt | Buchhaltung einrichten |
| Abläufe | Wareneingang, Verkaufssperre, Bestandsabschluss, Einrichtungsassistent | diese Seite |
Privat oder Gewerblich?
Privat rechnet mit den Beträgen, die tatsächlich geflossen sind. Gewerblich trennt die Umsatzsteuer heraus und rechnet den Gewinn netto, weil die Umsatzsteuer ans Finanzamt geht. Ein Rechenbeispiel steht unter Erste Schritte.
Mit Gewerblich ändert sich:
- Einkaufs- und Verkaufsformulare bekommen Felder für Umsatzsteuer und eine Wahl zwischen Brutto und Netto.
- Unter Geschäft erscheinen Geschäftsland, Differenzbesteuerung, One Stop Shop, Rechnungsdaten und die Einstellungen für Marktplatzbelege.
- Die Gewinnkarte auf dem Dashboard heißt Gesamtgewinn statt Profit, und du kannst die Karte USt-Übersicht einblenden.
Wareneingang, Produktbilder und die übrigen Abläufe funktionieren in beiden Modi gleich.
Die Einstellung meldet kein Gewerbe an und erledigt keine Steuererklärung. Arbeitest du als Kleinunternehmer nach §19 UStG ohne Umsatzsteuer, kannst du auch mit Gewerbe Privat wählen.
Wechselst du den Modus, nachdem du schon gebucht hast, ergänzt Sellaro bei alten Einkäufen und Verkäufen keine Umsatzsteuer. Stellst du von Privat auf Gewerblich um, prüf diese Buchungen und trag die Steuer nach, wo sie fehlt.
Welches Geschäftsland wählst du?
Das Geschäftsland gibt es nur bei Gewerblich. Wähle das Land, in dem dein Gewerbe angemeldet ist. Danach richten sich die Steuersätze, die dir die Formulare anbieten, und welcher Satz vorausgewählt ist: für Deutschland 19 %, 7 % und 0 % mit 19 % als Vorgabe, für Österreich unter anderem 20 %. Zur Auswahl stehen Deutschland, Österreich, die Schweiz, Luxemburg, die Niederlande, Belgien, Frankreich und Italien.
Das Geschäftsland ist nicht das Land in deinen Rechnungsdaten, dazu unten mehr.
Wann schaltest du die Differenzbesteuerung ein?
Differenzbesteuerung (§25a UStG) brauchst du, wenn du gewerblich Ware ohne Vorsteuer einkaufst, etwa von Privatleuten, und sie weiterverkaufst. Dann zahlst du Umsatzsteuer nur auf deine Marge. Kaufst du ein Paar für 100 € von privat und verkaufst es für 150 €, fällt Umsatzsteuer nur auf die 50 € Marge an: 7,98 € statt 23,95 €.
Der Schalter macht nicht jeden Verkauf differenzbesteuert. Er bringt das Kästchen Differenzbesteuerung §25a ins Verkaufsformular. Speichern lässt sich ein Verkauf mit Häkchen nur, wenn alle Einkäufe, aus denen die Ware kommt, ohne Vorsteuer gebucht sind. Die Rechnung im Detail steht unter Differenzbesteuerung.
Wann brauchst du One Stop Shop (OSS)?
Schalte One Stop Shop (OSS) ein, wenn du an Privatkunden in anderen EU-Ländern verkaufst und deren Umsatzsteuer über das OSS-Verfahren der EU meldest. Rechnungen, die Sellaro für solche Bestellungen erstellt, tragen dann den Steuersatz des Landes, in das die Ware geht. Eine Bestellung nach Österreich trägt also 20 % statt 19 %.
Der Schalter meldet dich nicht beim Verfahren an. Das machst du bei deiner Steuerbehörde, in Deutschland beim Bundeszentralamt für Steuern. Für Bestellungen mit einem Steuerland außerhalb der EU erstellt Sellaro im OSS-Modus keine Rechnung, weil sie nicht in dieses Verfahren gehören. Diese Rechnungen schreibst du selbst.
Woher kommen deine Rechnungsdaten?
Unter Rechnungsdaten stehen Firmenname, Anschrift, Kontaktdaten, USt-IdNr. und Steuernummer, mit denen Sellaro deine Rechnungen ausstellt. Hast du Lexware verbunden, übernimmt Sellaro diese Angaben von dort und hält sie aktuell.
Willst du andere Angaben verwenden oder hast du keine Buchhaltung verbunden, klicke auf Abweichend pflegen oder Selbst eintragen und bestätige mit Ja, selbst pflegen. Ab dann gelten deine Einträge, und Änderungen in Lexware kommen nicht mehr an. Mit Eigene Angaben verwerfen übernimmt Sellaro wieder die Daten aus der Buchhaltung.
Als dein Sitzland gilt für Rechnungen das Land in deinen Rechnungsdaten, nicht das Geschäftsland. Achte darauf, dass beide übereinstimmen.
Darunter folgen Marktplatz-Rechnungsdaten und Aufschlüsselung der Abrechnungen: wie Belege für StockX und Alias entstehen und wer die Auszahlungen der Marktplätze in Erlöse, Gebühren und Steuern zerlegt. Das erklärt Buchhaltung einrichten.
Was bewirkt Wareneingang nutzen?
Mit Wareneingang nutzen zählt ein Einkauf erst als Bestand, wenn du seine Ankunft gebucht hast. Vorher ist er unterwegs. Ohne den Schalter zählt er ab dem Kaufdatum. Neue Konten starten mit eingeschaltetem Wareneingang.
Dein Inventarwert zeigt dann nur Ware, die wirklich bei dir liegt, und Sellaro verkauft zuerst Ware, die schon angekommen ist. Die Ankunft buchst du im Einkauf, siehe Einkäufe.
Verkäufe vor der Ankunft verhindern
Nur verfügbaren Bestand verkaufen erscheint nur bei eingeschaltetem Wareneingang. Schaltest du den Wareneingang aus, geht diese Sperre mit aus.
Ohne die Sperre darfst du Ware verkaufen, die noch unterwegs ist. Sellaro bucht das als Vorverkauf auf den Einkauf, der noch kommt. Mit der Sperre lehnt Sellaro solche Verkäufe ab. Ein Beispiel: Du kaufst am 2. März, die Ware kommt am 5. März, und du verkaufst am 4. März.
| Einstellung | Was mit dem Verkauf am 4. März passiert |
|---|---|
| Wareneingang aus | Normaler Verkauf, der Einkauf zählt ab dem 2. März. |
| Wareneingang an, Sperre aus | Sellaro bucht ihn als Vorverkauf auf den Einkauf, der am 5. März ankommt. |
| Wareneingang an, Sperre an | Sellaro lehnt den Verkauf ab, weil am 4. März noch nichts da war. |
Für Verkäufe aus Marktplatzbestellungen gilt unabhängig davon: Sie nehmen nie Ware aus einem Einkauf, der nach der Bestellung gekauft wurde. Mehr dazu unter Verkäufe aus Bestellungen.
Einen Zeitraum für Änderungen sperren
Mit Bestandsperiode abgeschlossen bis sperrst du alles bis zu einem Datum, einschließlich dieses Tages. Einkäufe, Verkäufe und Retouren mit einem Datum in diesem Zeitraum lassen sich danach nicht mehr anlegen, ändern oder löschen, auch nicht per Import. Sellaro meldet dann, dass die Bestandsperiode abgeschlossen ist.
Der Grund: Jede Änderung an einem alten Einkauf kann die Warenkosten späterer Verkäufe verschieben. Hast du ein Jahr mit deiner Steuerberatung abgeschlossen, setzt du das Datum auf den 31.12. dieses Jahres, und seine Zahlen bleiben stabil. Musst du doch noch etwas korrigieren, leere das Feld. Damit hebst du den Abschluss auf.
Dashboard anpassen
Unter Oberfläche schaltest du Produktbilder in Listen und Details an oder aus. Sidebar automatisch einklappen klappt die Seitenleiste ein, sobald du eine Detailansicht öffnest.
Darunter stellst du die Karten des Dashboards zusammen: die Übersichtskarten mit den kleinen Kennzahlen oben und die Detail-Bereiche mit den großen Karten unten.
- Mit dem Schalter blendest du eine Karte ein oder aus, am Griff Ziehen zum Sortieren verschiebst du sie innerhalb ihrer Gruppe.
- Bei Gewinn wählst du den Zeitraum: Gesamt, Diesen Monat, Dieses Quartal oder Dieses Jahr. Das ändert nur diese Karte.
- Die USt-Übersicht ist anfangs ausgeblendet. Stell dort deinen Voranmeldezeitraum ein, damit die Karte denselben Zeitraum summiert wie deine Umsatzsteuer-Voranmeldung. Dauerfristverlängerung verschiebt die angezeigte Abgabefrist um einen Monat. Beantragen musst du die Verlängerung selbst beim Finanzamt.
- Zurücksetzen an einer Gruppe stellt nur deren Auswahl und Reihenfolge wieder her.
Was die einzelnen Zahlen bedeuten, erklärt Dashboard.
Einrichtung wiederholen
Das öffnet den Einrichtungsassistenten noch einmal. Er löscht keine Produkte, Einkäufe oder Verkäufe, überschreibt aber deine bisherigen Einstellungen mit dem, was du darin auswählst. Mehr unter Erste Schritte.